Die Lithium-Ionen-Batterie ist eine Erfindung, die die Nutzung der heutigen mobilen Geräte und Elektroautos erst ermöglicht hat. Erstmalig auf den Markt gebracht und kommerziell eingesetzt wurde der Lithium-Ionen-Akku Anfang der 1990er Jahre von Sony. Er fand Verwendung in der Hi8-Videokamera CCD TR1. Doch der Grundstein für die bahnbrechende Erfindung wurde bereits 20 Jahre früher gelegt. Zu dieser Zeit wurde an der Technischen Universität München das grundlegende chemische Funktionsprinzip sowie deren Anwendung in Lithium-Batterien erforscht, aber dessen praktische Anwendbarkeit noch nicht erkannt. Erst eine Forschergruppe um den US-amerikanischen Physiker und Materialwissenschaftler John B. Goodenough entdeckte 1980 an der University of Oxford diese Möglichkeit und ebnete somit den Weg für die heutige Lithium-Ionen-Batterie.

Goodenough, der heute seinen 96. Geburtstag feiert, hat somit wichtige Beiträge zur Entwicklung moderner Lithium-Ionen-Akkus geleistet und gilt folglich als einer der Erfinder des Lithium-Ionen-Akkus. Doch damit nicht genug. Im letzten Jahr stellte er gemeinsam mit drei anderen Wissenschaftlern in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift ein Konzept für einen neuen Akku vor. Dieser basiert auf Glas als Elektrolyt und ersetzt Lithium durch das wesentlich günstigere, besser verfügbare und umweltfreundlichere Natrium. Dieser Akku bietet die Vorteile, dass er, bedingt durch eine höhere Dichte, mehr Energie speichern kann. Zudem soll er sicherer und kostengünstiger sein als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus. Wir sind gespannt, ob und wann dieser Akku auf den Markt kommen wird.